Es ist fast so weit, ein weiteres Jahr streicht ins Land und blickt seinem Ende entgegen. So blickt auch ein jeder von uns auf ein zuende gehendes Jahr zurück und beginnt sich zu fragen, welche, das Jahr zuvor gesteckten Ziele, erreicht und welche Wünsche in Erfüllung gegangen sind. So mancher kommt dabei nich umhin festzustellen, dass erschreckend wenig so verlaufen ist, wie man es sich gewünscht hatte. Ob nun aus profesioneller Perspektive, oder auf emotionaler Ebene… erstes kommt es anders, zweitens als man denkt. Jobs gehen verloren, Herzen werden gebrochen, Verzweiflung macht sich breit… Und dann betrachtet man sich selbst im Spiegel und beginnt zu denken, also irgendwie bleibt aber doch alles wie immer…

Weihnachten steht vor der Tür und hat nicht einmal da nach gefragt, ob man es auch wirklich feiern will… das Blöde…  Aber weil es nun mal alle tun, begibt man sich in den vorweihnachtlichen Kampf, beginnt wie verrückt zu schmücken und zu dekorieren, Geschenke zu kaufen und sich vollends diesem Zirkus auszuliefern. Aber wer von uns achtet dabei auf sich? “Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen”, der Leitsatz des Weihnachtsfestes… Also rein in die Klamotten und zusehen, dass man alle glücklich macht, reich beschenkt, um ein Dankeschön oder eine Wertschätzung der erbrachten Fürsorge, Liebe und Zuneigung zu äußern? Denkt dabei auch wer an seinen eigenen Wohlgefallen, an seinen eigenen Frieden? Also ich, für meinen Teil, hab genau jetzt damit angefangen. Ich hab meinen inneren Frieden nicht, Wohlgefallen kann man meinen Gemütszustand auch nicht nennen. Und dann sitzt man zu Hause, melankolisch und bedrückt seinen Weihnachtsbaum betrachtend, durch die von Tränen genässten Augen, das glänzende Licht der Kerzen beobachtend. Es schleicht sich eine wärmende Stimmung ein, ein fast wohliges Gefühl der Ruhe, die aber nur dazu beiträgt, dass man sich noch einsamer und trauriger fühlt. Dazu noch die Klänge der bedächtigen Weihnachtsmusik und das Drama ist perfekt. Menschen gehen Hand in Hand, Arm in Arm durchs Land, Musik sugeriert ein Gefühl des Friedens und der Glückseligkeit, der Liebe, und du denkst, na toll, hätte ich auch gerne….